Was zu beweisen war

Gerade hatte ich Besuch: NEM- und Reed-Statthalter Andrejs Staltmanis kam vorbei und wir haben ein bisschen Krach gemacht. Neben ein paar obligatorischen neuen Stoner-Desert-Heavy Blues-Rock-Vinylkostproben gab’s eine kleine Lehrstunde in Sachen Digitaltechnik.

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Andrejs bracht nämlich einen Raspberry Pi als Digitalzuspieler nebst NEM-DAC mit. Bekanntermaßen kann man ja nie genug sibirisches Eisen im Wohnzimmer stehen haben:

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Der bekannte Billigrechner bezog seine Musik von der angeschlossenen USB-Festplatte und kommunizierte erst einmal per USB-Schnittstelle, hinterher unter Umgehung derselben direkt per I²S-Verbindung mit dem D/A-Wandler.

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Was dabei herauskam hat mir nicht gefallen: Ich hatte mit den modernen Iterationen der USB-Audioverbindung (mit 384 kHz- und DSD-Fähigkeiten) nämlich schon meinen Frieden gemacht, und jetzt kommt der mir so.
Will sagen: Weglassen bringt’s auch hier. Die direkte Verbindung tönt deutlich klarer, großräumiger, freier und unangestrengter als das gewiss nicht schlechte XMOS-USB-Front End. Mist. Wahr wohl mal wieder nix mit der schönen Einfachheit der Digitalwelt.

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9 Gedanken zu „Was zu beweisen war

  1. Reinhard Rogosch

    Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen. Normalerweise geht doch die XMOS-Schnittstelle direkt auf die I2S-Schnittstelle. Was soll da passieren? Ich nutze Runeaudio. Archphile ist wie Runeaudio oder Volumio eine Distribution von Archlinux. Wenn mein Soekris-DAC in der Basiskonfiguration aufgebaut ist, kann ich vielleicht mehr wissen. Vorerst läft der Raspi2 mit dem Hifiberry-DAC+ und Runeaudio, Und das ist für ´n Hunni richtig gut.

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    1. hb Beitragsautor

      Das Problem in diesem Falle ist wohl USB an sich. Das ist eine paketorientierte Angelegenheit und kein Stream, wie für diese Angelegenheit eigentlich wünschenswert. I²S ist für Audio erst einmal die reine Lehre und; alle anderen Formate sind aus diesem Signal gewonnen (okay, in einem Rechner gibt’s vermutlich nativ kein I²S).
      Ein Soekris wächst bei mir übrigens auch gerade ;-).

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    2. Robert Zülch

      Zitat: „Wenn mein Soekris-DAC in der Basiskonfiguration aufgebaut ist, kann ich vielleicht mehr wissen.“
      Und ich weiß noch nicht einmal, was ein Soekris-DAC ist. Da bin ich wohl auf der falschen Seite.

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  2. Nicolas Gräter

    Guten Morgen,

    welche Software wurde denn zum Abspielen verwendet, vielleicht das K&T Image (Squeeze lite)?
    Prinzipiell bin ich vom Raspi auch immer wieder erstaunt, neben reiner Player- Funktionalität geht da auch Raum- und Lautsprecherentzerrung. Nicht „nur“ im Frequenzbereich, sondern incl. Optimierung der Sprungantwort. Das ist richtig spannend.
    Diese Anhäufung von Trafos und Übertragern würde ich natürlich auch mal gerne hören!….

    Gruß
    Nicolas

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