Feldbespult

Der Wolf. Der von Langa. So langsam scheint er seinem bisherigen Grundsatz, in allererster Linie als Treiber-OEM aufzutreten, ein bisschen untreu zu werden. Das hier nämlich, das sieht so aus, als ob’s ein „richtiger“ Lautsprecher werden sollte:

Das ist zwar erst ein Rendering, aber man sieht schon, wo die Reise hingeht. Der Sprecher basiert offensichtlich auf dem „Decorator„, der neulich beim Analogforum in Krefeld zu hören war. Beim „Salon“ scheint Eigenleistung in Sachen Oberflächengestaltung nicht mehr erforderlich zu sein, das sieht schon aus wie ein „richtiges“ Produkt.

Ich rufe Wolf die Tage mal an und frage, ob’s schon einen Preis gibt.

9 Gedanken zu „Feldbespult

  1. Schwarz-Brot

    @J. Hein:
    Vielen Dank für den Hinweis. Die abgebildeten Urkunden lassen bei genauem Hinsehen erahnen, dass dort „Eintragung in das Geschmacksmusterregister“ steht. Das dient zwar ebenso wie ein Patent dem Schutz des geistigen Eigentums, birgt aber deutlich geringere Kosten und Rechte. Bietet dafür aber den netten Nebeneffekt „patentrechtlich geschützt“ dranschreiben zu können, ohne zu lügen – aber auch nur, weil die zugehörigen Dokumente mittlerweile vom Patentamt verwaltet werden. Ich behaupte mal, gegen potentielle ernstgemeinte Kopien nutzen diese Urkunden und die dahinter stehenden Muster nicht viel. Auf alle Fälle kein dummes, da deutlich werbewirksames Vorgehen.
    Unter register.dpma.de finden sich tatsächlich Aktenzeichen zu zwei auf Wolf von Langa eingetragene Geschmacksmuster, die tatsächlichen Muster und der Schriftverkehr dürfen allerdings nicht eingesehen werden.

    Grüße,
    Jan

    Antworten
  2. hb Beitragsautor

    Das Bild ist neu. Und ich wage zu behaupten, dass die Gründe für sein Auftauchen ziemlich genau hier liegen ;-).

    Antworten
  3. Schwarz-Brot

    @Jens R.:
    Hallo Jens,
    entweder, das Patent ist nicht unter seinem Namen angemeldet und er ist nicht als Erfinder eingetragen, oder er hält überhaupt kein Patent oder es ist gerade erst angemeldet und noch im Prüfverfahren. Damit wird es in allerspätestens zweieinhalb Jahren veröffentlicht, wobei ich anzweifle, dass er eine PTC-Anmeldung getätigt hat. Sollte das Patent sich auf die von Dir benannte Thematik beziehen, ist das neuheitsschädlich und das Patent kann nicht erteilt werden. Recherche erfolgte über das Europäische Patentamt (Espacenet) und das Deutsche (Depatisnet).

    Grüße,
    Jan

    Antworten
  4. Joachim Gerhard

    Ich habe verschiede Prototypen gehört. Das „Ding“ wird gut. Sehr gut. Ganz anders als bei anderen Hörnern löst sich der Klang schon in relativ geringer Entfernung von der „Box“ ab. In großen Räumen klingt es natürlich noch spektakulärer. Verfärbungen kann ich nicht ausmachen, im Gegenteil. Die Mitten klingen derart realistisch, dass ich auf Fever von Elvis erstmalig den Backup Chor direkt vor mir stehen hatte. Das hat eine Substanz die ich so noch nicht gehört habe. Von Wolf gibt es auch einige exzellente OEM Chassis ohne Feldspule die meiner Auffassung nach gut bezahlbar sind. Ich habe gerade einen 30er in der Mache, der sehr linear bis 3kHz geht und unglaublich geringe Verzerrungen hat. Wie Wolf diese Symmetrie ohne Klippel hinbekommt ist mir ein Rätsel.

    Antworten
  5. Jens R.

    Worauf bezieht sich Wolfs Patent?
    Die Idee ein H-Dipol in der Form zu bauen hatte Kay Spieker auch schon und ein gewisser Quong Elvis hat es bereits 2006 umgesetzt.
    Viele Grüße
    Jens

    Antworten
  6. maurice

    An Thomas:

    Du schreibst: „…der Versuchung widerstanden ein Heidengeld für chinesische Kopien…..“.

    Kosten die von Langa Treiber etwa kein Heidengeld?

    Bitte versteh mich nicht falsch, die von Langa Treiber sind extrem fein und klingen hervoragend, kosten aber leider auch noch mehr als die chinesischen Kopien eines alten Horntreibers (Line Magnetic 555W?) die ich leider noch nicht gehört habe.

    Antworten
  7. Thomas Mayer

    Hallo Holger,

    der Wolf macht wirklich feine Sachen. Bei mir gibts demnächst auch einen neuen Lautsprecher komplett mit Feldspulenbestückung. Die Treiber dafür sind bereits bei Wolf in Arbeit. Ich freue mich schon riesig darauf die Arbeit am Lautsprecher beginnen zu können. Ich habe der Versuchung widerstanden ein Heidengeld für chinesische Kopien eines alten Horntreibers zu zahlen und lieber auf heimische Ingenieurskunst gesetzt! Es wird dazu berichte auf meinem blog geben.

    Viele Grüße

    Thomas

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.