Das Warum, Teil 1

Beim Betrachten dieser Box stellte sich mir folgende Frage: „Wenn das da unten zwei Fünfzehnzöller sind, was um alles in der Welt nehmen die denn da als Mitteltöner?“ Unsere nicht eben impotente Schmitti Memorial noch im Hinterkopf, bei der wir zwischen einem 24-Zoll-Bass und einem AMT einen Achtzöller verbauten (zwar einen ziemlich leckeren von PHL, aber trotzdem nur einen Achtzöller), starrte ich gebannt auf die Monsterpappe, die JBL ins damalige Monitor-Flaggschiff gespaxt hatte. Bei der Beschäftigung mit jenem Prachtstück namens 2202H und der Art und Weise, wie er dort eingesetzt wurde fing ich langsam, aber sicher Feuer.

2202_556Photo courtesy: Harman international

Das Ding hat’s in sich. Das ist ein fetter Zwölfzöller mit hochkant gewickelter Vierzoll-Flachdrahtspule. Hört sich an wie ein feister Bass, hat aber auch mit der riesigen Spule nur 43 Gramm bewegte Masse – unfassbar. Mit einem Mörderantrieb (Qts: 0,16) und fast 100 Dezibel Wirkungsgrad muss das dynamisch eigentlich ziemlich Großartiges leisten können. In der 4355 läuft das Prachtstück zwischen 290 Hertz und 1,2 Kilohertz, das passt sicherlich gut. Zumal die passive Weiche ihn nur nach oben begrenzt, nach unten besorgt ein aktives Filter die Trennung zu den beiden Bässen.
Wer von Grund- bis Mitteltonbereich dermaßen auf dicke Hose macht, der kann schon mal kein ganz Schlechter sein. Zwei 2202H in (hoffentlich) gutem Zustand sind aus den USA auf dem Wege ins Ruhrgebiet. Ein Auktionsbetrag von 74 Euro und 2 Cent pro Stück ist erst einmal ein Grund zum Jubeln, aber leider sind die Schätzkes damit noch nicht hier. Den Endbetrag reiche ich nach, wenn das Paket da ist – die Zahlen werden unschön, das steht schon mal fest.

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