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Tieftonales

Ja, schon klar: die High-End-Nachsorge. Ich arbeite dran. Sollte morgen soweit sein. Einstweilen: Neues vom JBL-Projekt:

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Gestern sind die Bässe vom Reconing zurück gekommen. Optisch und „gefühlt“ bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, ob’s messtechnisch ebenso erfreulich aussieht, werden wir nächste Woche mal erkunden.

Schrauben

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1/4″-20 UNC x1 passt perfekt für die Verbindung von Hörnern und Treibern. Auch wenn Inbus und Edelstahl nicht wirklich authentisch sind, so gefällt mir das.

Außerdem gab’s größere Mengen russischer Kondensatoren. Weil ich nicht vorhabe, das Klang + Ton-Bauteilekontingent mit der voraussichtlich ziemlich aufwändigen Weiche (Sie erinnern sich: symmetrisch mit vorgespannten Kondensatoren) beliebig zu belasten, hab ich halt mal wieder ein bisschen beim Litauer meines Vertrauens eingekauft.

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Hörner und Linsen

Mittlerweile ist die Bestückung für beide Boxen komplett, einzig die aufgearbeiteten Bässe sind noch nicht zurück. Werfen wir also bis dahin einen Blick auf die restlichen Komponenten. Das Horn für den gewaltigen Druckkammertreiber sieht so aus:

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Das ist die „Zivilversion“ namens H93, die Professional-Typenbezeichnung lautet 2311. MWn ist das aber Ein- und dasselbe. In Anbetracht des Treibers ist das Horn winzig und eine Trennfrequenz zum Mitteltöner von 1,2 Kilohertz ist nun so hoch nicht – ich bin gespannt, wie das so zusammenfällt.

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Vor das Horn kommt diese Schallverteilerlinse namens 2308, wobei ich auch schon öfter gesehen haben, dass der Lautsprecher ohne diese betrieben wird. Eigentlich ein ziemlich popeliges Kunststoffteil, aber in Anbetracht des Alters nicht mehr ganz billig zu bekommen. Mein Pärchen ist ziemlich gut in Schuss, es ist nur an einer Lamelle eine kleine Ecke abgesplittert.
An dieser Stelle nochmal meinen großen Dank an Dietmar H., der mit die beiden nicht ganz einfach zu beschaffenden Komponenten verkauft hat.

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Ich habe mal einen vorsichtigen Blick in die beiden Druckkammertreiber geworfen. Der Zustand der Membranen ist als erfreulich zu bezeichnen, außerdem sieht’s so aus, als ob’s wirklich Originale wären.

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Dem Ohmmeter nach zu urteilen sind die Schwingspulen erstens fit und zweitens erfreulich gleich; tatsächlich bedeutet „Treiberselektion“ in der JBL-Szene: Sortieren auf möglichst identischen Gleichstromwiderstand. Da hab ich dann doch eine etwas andere Meinung zu, aber zu den tatsächlichen Messdaten der Treiber kann ich erst dann etwas sagen, wenn die Schrauben zur Montage der Hörner da sind.

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Heute war ich mal wieder beim Zoll und habe ein schön schweres Paket abgeholt. Inhalt: Ein Paar JBL-Druckkammertreiber vom Typ 2441H aus den USA. Von den Verpackungskünsten des Verkäufers bin ich wieder einmal ausgesprochen angenehm überrascht; insgesamt vier Kartons und Mengen von Luftpolsterfolie machen die Sache absolut nuklearwaffensicher:

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Als ich fertig war mit Auspacken vermisste ich eine Kleinigkeit: den zweiten Treiber.
Der nämlich steckt in einer zweiten Verpackung gleicher Art und wartet noch beim Zoll. Zu meiner Entschuldigung muss ich gestehen, dass ich es nie für möglich gehalten hätte, dass in der Kiste nur ein Treiber drin ist (der Zoll wohl auch nicht), deshalb hab ich nur eine Kiste mitgenommen mit der festen Überzeugung, dass das so richtig ist. Nunmehr allerdings habe ich gelernt: Ein JBL 2441 ist ein Klotz, sowas hab ich noch nicht gesehen. Folgender Vergleich zu einer handelsüblichen Kalotte mit einem Flanschdurchmesser von 100 plus irgendwas Millimeter:

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Alles so blau hier

Während ich auf die letzten Treiber aus den USA warte, habe ich mich mal mit der Farbgebung des Lautsprechergehäuses beschäftigt, oder besser: mit der der Front. Die JBL-Monitore aus jener Ära tragen alle ein charakteristisches Blau, wie hier schon zu sehen. Der Versuch, sich dem Farbton anhand von Fotos unbekannter Herkunft mit mehr oder weniger phantasievollem Farbmanagement zu nähern ist natürlich eigentlich unmöglich, also versuche ich, im Geiste die Schnittmenge aller diesbezüglichen Eindrücke zu bilden, die mit bislang so untergekommen sind. Die RAL-Farbtabelle schlägt folgende halbwegs in Frage kommenden Töne vor:ralblau_556Abgesehen davon, dass ich noch nicht einmal die Darstellung der Farben in Photoshop und im Browser halbwegs deckungsgleich bekomme, fällt vermutlich alles außer RAL5014, taubenblau, sowieso aus.
Oder regt sich Widerspruch bei der geneigten Leserschaft?

Fortschritte

jblkram01_556Größere Mengen Zeug trudeln ein. Treiber sind alle da bis auf die erst kürzlich bestellten Druckkammerkollegen vom Typ 2441 – da freue ich mich schon auf Zoll und Einfuhrumsatzsteuer – das lebensrettende Paket mit den Schallverteilerlinsen 2308 und den Kurzhörnern 2311 (es sind tatsächlich H93 und nun erzähle mir bitte niemand, dass das nicht dasselbe ist) ist auch da.

Ratioform hat einen durchaus beeindruckenden Karton mit Pappe geliefert, die Rohre gefallen mir gut. Eine erste Kontrolle offenbarte Maßhaltigkeit, die Stabilität ist auch erfreulich.

Die Basstreiber sind sind auch komplett. Selbstverständlich ist der mit Abstand billigste von den vieren (der für 20 Euro) der einzige, der wirklich noch anstandslos funktioniert, bei allen anderen sind die Spulen „toast“. Aber das interessiert mich wenig, weil ja nur Korb und Magnet von Bedeutung sind. Und die sind in allen Fällen, soweit ich das beurteilen kann, in einem sehr erfreulichen Zustand.