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Keine Sorge, ich bin noch da. Tatsächlich kriege ich allerdings seit geraumer Zeit den Allerwertesten nicht hoch, um hier mal wieder für ein bisschen Bewegung zu sorgen. In den Tiefen des Backends hängen noch mindestens der Artikel übers Frickelfest Essentials in Bremen und der zum ETF im November. Muss ich beides dringend fertigmachen, sonst vergesse ich zuviele Details.

Ich bitte um Nachsicht – das wird auch wieder mehr hier – zu berichten gäb’s genug.

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Das war eigentlich nicht so gedacht. Nicht ganz so jedenfalls. Andererseits freue ich mich jetzt aber auf ein richtig ernstes neues Lautsprecherprojekt mit „richtigen“ Hörnern.

Mehr dazu hier.

Manchmal läuft’s

Am Freitag war ich bei Karl-Heinz. Neben einem kleinen Schwätzchen wollte ich eigentlich diverse zig Kilogramm AlNiCo dort aufmagnetisieren (lassen), die entsprechende Maschinerie war aber umbaubedingt unpässlich. Dafür allerdings gab’s reichlich Entschädigung im Fink’schen Hördomizil, in dem derzeit gleich drei mir sehr gut bekannte Komponenten den Ton angeben: ein Thorens TD 124 DD nebst Skyanalog G-1 als Quelle und ein Paar Fink’scher Kompaktboxen „Kim“ als Wandler.

Ich kenne den Sound der Anlage im akustisch bestens präparierten Hörraum ein bisschen und schätze ihn durchaus. Aber das, was mich da heute durch die Rückwand zu drücken versuchte, das war neu. Dafür schien der Neuankömmling in Gestalt einer amerikanischen Röhrenvorstufe namens „Coffman Labs G1-A“ verantwortlich zu sein, die wir gerade eben erst aus der Verpackung geschält und in die Anlage gestöpselt hatten. Mir war’s klanglich in Essen bisher immer ein bisschen zu „studiomäßig“ und pragmatisch, gebe aber gerne zu, dass das kein Fehler ist, wenn man die Örtlichkeit professionell zum Abstimmen von Lautsprechern nutzt.

Beim Musikhören allerdings habe ich gerne ein bisschen mehr Farbe, Spaß und Überschwang. Das hat das jetzt – und wie. Nervös werden brauchen Sie deshalb nicht – der Hersteller der Röhrenvorstufe hat offenbar schon vor Jahren die Segel gestrichen. Wie’s aussieht, stecken sattsam bekannte klassische Schaltungskonzepte mit zweifellos guten NOS-Bauteilen drin, aber sicherlich keine technischen Revolutionen.

Der springende Punkt ist jedoch, was mit der Kiste mit den auffällig profilierten Alu-Seitenteilen und den sonstigen Protagonisten offenbar möglich ist. Ich persönlich hätte einen weiteren Beweis für die exorbitanten Fähigkeiten insbesondere der 40-Liter-Zweiwegeriche gar nicht gebraucht, diesen hier habe ich aber gerne mitgenommen, zumal Karl-Heinz echt klasse Zeug aufgelegt hat.

Ich konnte zeitweise durchaus darüber hinwegsehen, dass hier nur zwei Achtzöller Luft verschieben und kein hornunterstützter Druckkammertreiber für einen überzeugenden Mittelhochtonbereich sorgt. Junge, junge – das hat echt Qualm, das Setup.

Ohne dem sonst dort seinen Dienst verrichtenden Profi-Pre von Funk Tonstudiotechnik zu nahe treten zu wollen – Musik hören will ich mit sowas nicht. Den Verdacht hatte ich über die Jahre bei meinen diversen Begegnungen mit diesen Geräten immer wieder, jetzt aber hab‘ ich’s überzeugend bestätigt bekommen.

Sehr spannender Tag, ich habe Einiges gelernt. Und ein Exemplar dieses großartigen 1976er Kraan-Live-Albums abgestaubt ;-). Auch dafür, mein lieber Karl-Heinz – allerherzlichsten Dank.

In diesem Zusammenhang…

Weil wir gerade bei grünen Maschinen sind: Die Gehäusezeichnung für die „Little Green Machine“ in der letzten Klang + Ton hat den Druck des Heftes nicht überstanden. Deshalb hier nochmal für all diejenigen, die nur die Papierausgabe des Heftes haben:

Das Bild verlinkt auf ein druckfähiges PDF.

Yellow machine

Die muss ich mal eben zeigen – die ist ja wohl der Hammer. Wer’s nicht sofort erkennt – das ist eine „Green Machine“ nach Klang + Ton 1/2020

Das ist die Interpretation von Leser Oliver M., der die Box seinem Vater gewidmet und „Willy“ getauft hat. Das Gehäuse ist farblich von diesem Foto einer Wilson Audio Sasha DAW inspiriert, die „Hardware“ besteht aus Aluminium in amtlicher Materialstärke. Das Horn ist ein anderes als in unserer Bauanleitung, scheint aber auch zu funktionieren ;-).

Sehr, sehr großartig – ein ganz dickes Kompliment an den Erbauer!

Hömma, Wilfried…

Heute in der Post: die finale Ausgabe der hifi & records. Ein paar Worte zu einer Publikation, die ich sehr geschätzt habe

Das Foto da zeigt die Rückseite der letzten Ausgabe der hifi & records. Starker Abgang, lieber Wilfried. Sowas auf der U4, mit der man alternativ bestimmt noch ein paar Euro hätte schnappen können, das finde ich gut. Wie ich auch vieles andere gut gefunden habe, was du all die Jahre (genauer gesagt: derer 24) lang getan hast.

Wenn ich mir das Editorial zu diesem deinen letzten Heft durchlese, dann scheinst du den Stecker aus der Publikation zu ziehen, solange es noch ein bisschen Spaß macht. Ich weiß, was du meinst und gebe dir in der Sache natürlich recht. Die HiFi-Landschaft hat sich über die Jahre stark verändert und zu einem skurrilen Jahrmarkt der Attraktionen gewandelt, bei dem derjenige gewinnt, der am lautesten schreit. Nicht der, der das beste Produkt hat.

Liebe Wilfried, ich habe dich immer als sehr erfahrenen Lotsen durch die Untiefen der hifidelen Gewässer geschätzt. Du hast es immer verstanden, auf eine fundierte und unaufgeregte Art die Wahrheit zu sagen. Das sind rare Qualitäten, die dem deutschen HiFi-Journalismus bitter abgehen werden, der ja nun leider in steigendem Maße von planlos prospektabschreibenden Billig-Claqueuren dominiert wird.

Dein fundamentales Wissen um die Dinge und deine Fähigkeit, selbiges in lesenswerte Form zu bringen werde ich genau so vermissen wie deinen 50(!)-seitigen Musikteil, der durch praktisch nichts gegenfinanziert und unternehmerischer Irrsinn war. Die Liebe zur Sache auch unter diesem Aspekt so lange konsequent durchzuziehen – Respekt.

Ich hoffe, ich lese ab und zu mal was von dir in gewohnter Qualität auf eurem Online-Dings und würde mich sehr freuen, dich mal wieder an irgendeiner Hotelbar zu treffen, wenn die Welt wieder etwas normaler tickt.