Dynaudio in chinesischer Hand

GoerTek Inc. übernimmt Mehrheit an Dynaudio und baut das High-End Unternehmen weiter aus

GoerTek Inc., ein führendes Unternehmen im High-Tech Consumer-Electronics-Bereich, übernimmt die Mehrheit von Dynaudio. Gründer Wilfried Ehrenholz, wird als Minderheitsgesellschafter am Unternehmen beteiligt bleiben und weiterhin in das strategische Produkt- und Marketingmanagement von Dynaudio involviert sein.

GoerTek Inc., der größte Hersteller von Akustik-Produkten für Smartphones und Tablets, hat seinen Hauptsitz in Weifang, China, und beschäftigt rund 37.000 Mitarbeiter. GoerTek Inc. entwickelt Produkte für Unternehmen wie LG, Samsung, Google, Microsoft u. a. namhafte Firmen.

Mit der Übernahme von Dynaudio richtet sich GoerTek Inc. nun auch auf den High-End HiFi-Markt aus. Durch die Verbindung des Know-Hows von GoerTek Inc. im Bereich elektroakustischer Produkte und Unterhaltungselektronik-Zubehör einerseits, sowie dem Dynaudio Know-How im Bereich Lautsprechertechnologie und der Fertigungskompetenz in Dänemark andererseits, wird Dynaudio seine Position als DAS weltweit führende High-End-Unternehmen im HiFi-Bereich weiter entwickeln.

GoerTek Inc. wird seine Entwicklungskompetenz im Elektronik- und Wireless-Bereich beisteuern – ein wichtiger Baustein für Dynaudios eigene aktuellen Produktentwicklungen – und ebenso bedeutend sein für eine zukünftig deutlich schnellere Produktentwicklung. Dieser Schritt wird Dynaudio in eine vollkommen neue Ära von Möglichkeiten und Kompetenzen führen. Dynaudio wird zusätzliche Ressourcen für Forschung & Entwicklung in Dänemark sowie zur Verstärkung der globalen Marketingaktivitäten zur Verfügung haben und somit seine führende Stellung im High-End HiFi-Markt weiter ausbauen können. Dabei wird die über mehr als 35 Jahre praktizierte Dynaudio Unternehmensphilosophie kompromissloser Qualität sowie das Label „Made in Denmark“ konsequent weitergeführt.

Quelle: Dynaudio Pressemitteilung

8 Gedanken zu „Dynaudio in chinesischer Hand

  1. Olier

    Man hat das doch schon bei Dynaudio kommen sehen: Da wurden in den letzten Jahren immer mehr billige und neue Lautsprechermodelle / -linie vorgestellt. Alles von Focus 220 (einschließlich) abwärts verdient m.E. dieses label gar nicht.

    Für mich ist diese Meldung auch schockierend und ich denke, das Dynaudiobuch können wir damit zu machen, aus und vorbei. Hochwertige Qualität müssen dann eben kleinere Hersteller übernehmen. Ich hasse diese Entwicklung. Sie ist aber wohl auch der Tatsache geschuldet, dass die jungen Leute heute kaum noch Interesse an wirklich guten Lautsprechern besitzen. Hohe Qualität setzt sich durch, kann sich aber auch nur solange halten, wie Kunden bereit sind, dafür einen hohen Preis zu bezahlen.

    Wieviele Leute kennt Ihr, die bereit sind, 6.200,- EUR (bspw. Focus 380) oder auch mehr in Lautsprecherboxen zu investieren? Eben! Die Freaks werden immer weniger.
    Doh noch weniger Menschen werden dieses Geld für Chinaböller ausgeben 😉

    Sehr sehr schade um Dynaudio. Für mich war es immer der beste Lautsprecherhersteller der Welt und er hat mich schon über 30 Jahre begleitet. Aus China will ich diese aber nicht mehr haben.

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  2. Franky

    Na ja, nicht alles immer gleich so schwarz sehen. KEF und Celestion gehören auch einer chinesischen Company. Die Entwicklungsabteilung ist zum größten Teil in England geblieben und die Produkte sind auch nach wie vor hervorragend. Es hätte ja auch eine europäische oder deutsche Firma zuschlagen können – haben sie aber nicht.

    Gruß Frank

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    1. hb Beitragsautor

      Die aktuellen Geschehnisse haben eine gewisse Ähnlichkeit mit dem, was bei Scan Speak passiert ist. Zumindest bis jetzt scheinen die Wogen dort noch ziemlich glatt zu sein.

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  3. Markus S

    Guys,
    As someone that works for the company and received word of this Monday morning, I must say that initially I was a little worried however after a conversation with Wilfried on Monday I now see why this has taken place and where the company is headed. First thing you must know and quite possibly the most important thing is that Dynaudio products will never move from Denmark. The CEO of GoerTek announced this personally and has said this was one of the most attractive aspects of Dynaudio, how a rather small company could have such advanced manufacturing in house. He is committed to the Dynaudio Legacy both personally and financially. Wilfried stated that this was a company(GoerTek) that shares his vision of Dynaudio for the future and will help us move up the timeframe and future projects and remain committed to quality and performance that we are known for. Wilfried retains 15% ownership and remains in the „man“, all of our other management and production will remain the same so if you were to ask me I would say it is all positive. I am open to questions or concerns.

    Mick Tillman
    Dynaudio North America

    Gefunden hier: http://audioshark.org/dynaudio-speakers-51/dynaudio-sold-off-china-news-press-6019-page2.html

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    1. Wolfman

      Ich prognostiziere mal, der Name Dynaudio und die Patente werden nach Asien transferiert. Dann wird der dänische Standort ausgeräumt und liquidiert werden, was Sozialpläne und Abfindungen unnötig macht. Über solchen Kram lachen die Chinesen nur und schütteln den Kopf wenn es ums zahlen geht. Der Name wird dann auf billig produzierten Asia Chassis zu finden sein.
      Gab es da nicht früher noch zwei gute Hersteller, deren Namen jetzt auf Lautsprechern stehen, die irgendwo aus ganz weit hinten kommen?

      Komischerweise sinken die Endverbraucherpreise gar nicht, obwohl die Asia Produktion nicht mal ein Zehntel der dänischen kostet.

      Das ist eben Glabalisierung…

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  4. Markus S

    Auch Herr Ehrenholz hat Anspruch darauf, irgendwann mal in Rente zu gehen. Der neue Eigner scheint mir klug ausgewählt: Mittelfristig werden Aktivboxen, die drahtlos in ein Netzwerk eingebunden sind oder einen Streamer integriert haben, einen sehr hohen Marktanteil haben.

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  5. thomasf

    Frage mich was Knudsen dazu sagt. Wird der jetzt SW angepinselt, damit er als Panda durchgeht?

    Thomas
    der kein gutes Gefühlt dabei hat.

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