Verfärbungen

jbl30011502_600Nach über zwei Monaten wenig erfolgreicher Versuche zur Kontaktaufnahme mit meinem Reconing-Betrieb bin ich seit gestern endlich wieder Besitzer vierer unverbeulter JBL-Fünfzehnzöller. Mein Wunsch, den einen kaputten Tieftöner doch bitte so aufzuarbeiten, dass er sich möglichst wenig von den anderen drei unterscheidet, verhallte leider ungehört: Der Neue kam mit pechschwarzer Membran, die drei bisherigen waren in JBL-typischem Grau gehalten. Der Kommentar des Verursachers: Schulterzucken mit mit der Bemerkung: „Andere Charge halt“. Details zu dem, was ich darüber denke, behalte ich zwecks Beibehaltung einer gewissen Contenance lieber für mich.
Zum Glück stand schon vorher fest, dass ich die die Membranen aller sechs Konusse schwarz einfärben wollte, denn die Mitteltöner haben diesbezüglich auch schon bessere Tage gesehen und mittebraun war nun nicht das, was ich unbedingt als Zierde empfand. Schwarz geht bei Lautsprechern ausgezeichnet mit Edding-Nachfülltusche (Typ T100). Also habe ich heute mal einen Drehteller improvisiert und die Töner per Borstenpinsel Größe 14 mit dem Edding-Zeugs vorsichtig behandelt.jbl30011501_600Tatsächlich geht das ziemlich gut; das Einzige, was mir noch nicht so gefällt sind ein paar glänzende STellen dort, wo zuviel Tusche im Spiel war. Dem Vernehmen nach kann man das Problem aber mit einem Lappen mit ein wenig Nagellackentferner lösen – werde ich probieren. Einstweilen jedenfalls bin ich nicht unzufrieden.jbl30011503_600

17 Gedanken zu „Verfärbungen

  1. Lutz Bescht

    Hallo Holger.

    Vor Jahren habe ich den 2202H in einem Klipschorn-Nachbau nach Klinger verbaut und im Laufe des Projekts irgendwo gelesen, dass beim 2202H die SCHWARZE Klemme der heiße Pluspol ist und nicht die rote, wie man meinen könnte.

    Kannst Du das bestätigen und ist das bei JBL immer so ?

    Wenn dem so ist, wäre es bestimmt erwähnenswert, könnte Stress beim verkabeln der
    Frequenzweiche vermindern.

    Viel Erfolg mit den 4355ern

    Lutz

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    1. hb Beitragsautor

      Drei graue und ein schwarzer Bass…? Och nee…
      Die Mitteltöner hätte man zur Not braum lassen können, aber so gefällt’s mir dann doch besser.

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      1. Mark

        Was de Optik angeht hast Du völlig recht, mein Ansatz ist ja ein anderer. Schon ärgerlich,das mit mit der schwarzen Membran…

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  2. Rafael

    Servus Holger,

    betreibst Du die Mitteltonhörner absichtlich ohne die Linsen und wenn ja, warum ?
    Das mit dem Einfärben habe ich bei den Tief-/Mitteltönern auch so gemacht, allerdings mit stark verdünntem Kunstharz-Mattlack. Kann keinen Unterschied messen oder hören.

    Gruß,

    Rafael

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    1. hb Beitragsautor

      Die Linsen habe ich. Die sind nur noch nicht drauf, weil ich erstens noch kein Halbzoll breites Klettband gefunden habe (wenn jemand einen Tipp dafür hat – her damit) und die Hochtöner außerdem mit vorstehenden Schrauben befestigt sind, da passen die Linsen nicht. Wird aber noch geändert.

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    1. Jochen

      …wobei ich finde, dass die helle Oberfläche der Box was gibt – ich persönlich finde das Walnuss Furnier nicht wirklich notwendig…
      …OK wäre authentischer – aber schöner ist es so wie es ist…

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      1. Roberto Weberndorfer

        Die Einfärbung mit dem Edding finde ich super, sowas sind gute Tipps.
        Mit Beizmitteln jeglicher Art wäre ich vorsichtig,vor allem bei Papiermembranen. Die Lösemittel sind sehr scharf und verändern auf jeden Fall die Zellstruktur der Pappe. Ist so ähnlich wie das Gerben von Leder.
        Dem Kommentar von Jochen kann ich mich nur anschließen,…außerdem ist es auch eine „HB“ und keine JBL, das ist ja das Schöne am DIY.

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  3. Matthias+

    Die stark flüchtige Farbe von Edding ist sicherlich eine gute Idee, bedenken hätte ich dagegen bei Beize die auf Wasserbasis besteht. Feuchtigkeit führt bei Papier immer zu einer irreparablen Veränderungen…

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  4. Andreas

    Hallo Holger
    Das Einfärben der Membranen gelingt mit einer Airbrushpistole sehr
    gleichmässig bei minimalem verbrauch von der Eddingtinte.

    Gruss Andreas

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  5. Sigi

    Hallo Holger,

    das mit der Beize funktioniert wirklich tadellos. Ich hatte mal zwei völlig verfärbte und mit Stockflecken verunstaltete Saba Greencones (welch Frevel) mit schwarzer Beize eingefärbt. Das Ergebnis war wirklich top!

    Allerdings hatte ich das Gefühl das sich der Klang dadurch veränderte!
    Nun sind die Pappen eines alten Alnico Greencone auch extrem leicht, so dass jedes Gramm Farbe die elektrischen Werte verändert.

    Hast du diese Befürchtungen bei deinen JBLs denn gar nicht?

    Gruß Sigi

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    1. hb Beitragsautor

      Die Membranen meiner Bässe sind ja eh 35 Gramm zu leicht, da ist ein bisschen Zusatzmasse eher Vorteil als Problem. Abgesehen davon besteht dieses Edding-Zeugs in erster Linie aus hoch flüchtigem Lösungsmittel – was da an Materialauftrag wirklich übrig bleibt dürfte minimal sein, ich hab für alle sechs Treiber auch nur wenige Kubikzentimeter verbraucht.

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  6. Alex

    Hi Holger,

    die Edding Tusche sollte man nur nehmen, wenn Membranen gefärbt werden, die durch irgendwelche Logos verunstaltet werden. So geschehen bei der PM meiner MINIMO, die einst ein Carpower SP-167C war.

    Wenn es nur um das Nach- bzw. Einfärben von Membranen ohne Aufschrift geht, tut stinknormale Beize gute Dienste…

    Gruß Alex

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