CES 2011 – mein Senf

Nun war ich „LP“-produktionsterminlich bedingt mal wieder nicht in Vegas bei der CES und kann leider keine eigenen Eindrücke vorweisen. Deshalb muss ich mir ein paar Bilder von Leo Yeh borgen, der mal wieder einen ganz ausgezeichneten Job gemacht hat. Hätte ich eine Möglichkeit gefunden ihn zu fragen, ob ich das darf – ich hätt’s natürlich getan. Habe ich aber nicht, von daher erlaube ich mir hier mal einen Urheberrechtsverstoß – über ein paar Sachen muss ich mich einfach auslassen. Ich mach’s kurz und beschränke mich auf ein Dutzend Exponate.Starten wir mit wenig Geschmackvollem von Audio Design Associates. Das ist schon seit vielen Jahren die Richtig-dicke-Hose-Elektronik für Mehrkanal- und Heimkinoleute. Dermaßen undezent, dass es keinen Deutschlandvertrieb gibt (hoffentlich ändert sich das jetzt nicht :gruebel:).

Ich hab‘ auch einen Moment gebraucht. Das ist eine Uhr. Mit Stunden und Minuten-Zeigerinstrument :mrgreen:. Obwohl ich eigentlich kein allzu großer McIntosh-Fan bin – das Ding finde ich richtig geil.

Neuer Vollverstärker von Pathos. Die wissen wie’s geht, das mit dem Gerätedesign. Müsste ich mich wohl mal drum kümmern, so redaktionell.

Das ist der neue „kleine“ Plattenspieler von Johnnie Bergmann. Den finde ich mal wieder richtig lecker. Ich hab‘ irgendwo was von 12000$ gelesen. Nicht eben ein Schnapp, aber immerhin nur die Hälfte vom nächstgrößeren Modell.

Das da stammt wohl von Shunyata. Es scheint Netzstromkram zu sein, und die drei Leitungen (braun, blau, grün – riecht nach Phase, Null, Erde), die durch drei geheimnisvolle Röhren führen… wenn das mal nicht irgend son Quantenscheißdreck ist…
Vor sowas hab‘ ich Angst.

Claus Jäckle von Acoustic Plan goes große weite Welt. Mit neuen, hübschen kleinen Komponenten. Will ich auch.

Potthässliche Lautsprecher, Teil 1. Oben Thiel, unten Focal. Muss nicht mal schlecht spielen, aber…

Lautsprecherunfälle, die zweite. Requisite aus „Alien II“ mit Eton- und Scan Speak-Bestückung. Muß klanglich auch kein Scheiß sein.

Die neuen Boulder-Monos. Zum Paarpreis von nur 180000$. Bei uns dann wahrscheinlich nur gut 200000€, Aber mein Freund Stefan ist schlau, der holt so eine Idiotie bestimmt gar nicht erst über den Teich.

Zweimal 833 wassergekühlt. Rund 150 Watt pro Kanal. Aus Ohio. Paarpreis: Irgendwo zwischen 100000$ und 200000$. Ist eigentlich auch egal.
Ich lehne mich hier mal aus dem Fenster und kündige schon mal eine „richtige“ 833-Endstufe an. Auch mit zwei von den Dingern pro Seite. Die wird zwar nicht billig, aber nicht so debil kalkuliert wie die hässlichen Haufen da. Und vor allem macht die jemand, der Ahnung davon hat. Stay tuned.

Sie tun’s wirklich: Trenner & Friedl mit Swarovski-Kristall als Diffusor für Hochtöner… *seufz*.

Constellation Audio. Das sind die Leute, die sich schon an den Continuum-Plattenspielern verhoben haben. Nach dem letztjährigen Debüt mit richtig teurer Elektronik gibt’s in diesem Jahr diese hübsche Einsteigerbaureihe – für zum Glück nur 25000$ pro Gerät… :irre:

Und sicherheitshalber sag‘ ich’s nochmal: All credits for the wunderbare show coverage go to Leo Yeh von

my-hiend.com

8 Gedanken zu „CES 2011 – mein Senf

  1. Turner

    Jaja, die Amis haben teilweise schon einen extrem merkwürdigen Geschmack. Rein technisch will bzw. kann ich den Kram gar nicht bewerten, aber das Meiste davon würde ich mir nicht geschenkt ins Wohnzimmer stellen. Würde mich nicht wundern, wenn es auch Endstufen mit integrierten Gewehrhaltern auf der Messe gab.

    @Schefredagdör: Wann genau kommt denn jetzt der DIY Phonopre a la Joachim?

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  2. hb Beitragsautor

    Die 833-Endstufe wird kein DIY-Projekt, sondern ein Fertiggerät. Ich erwähne das hier nur, weil ich den Entwickler kenne von der Entstehung ein bisschen was mitbekomme.
    Der Phonopre nach Joachim is a different beast. Der kommt auf alle Fälle.

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  3. Martin

    Z[]…Ich lehne mich hier mal aus dem Fenster und kündige schon mal eine “richtige” 833-Endstufe an. …[]
    Darauf freu`ich mich mal so richtig!
    Nach wie vor warte ich ja sehnsüchtig auf den Transimpedanz-Phonovorstufen-Artikel in K&T nachdem ich bei Gerhards diy Audio-Thread so gar nicht mehr nachgekommen bin.

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  4. hb Beitragsautor

    Ich erlaube mir auch – oder gerade – als Chefredakteur eines HiFi-Magazins und noch viel mehr als Nachrichtentechnik-Ingenieur, bestimmten Auswüchse des Metiers die Seriösität anzusprechen. Und ja, tatsächlich finde ich, dass gerade jemand wie ich das tun sollte.
    Übrigens: Keine Sorge wegen der Qualität meiner Drogen. Da passe ich auf

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  5. nichtsnutz

    Zitat :
    Das da stammt wohl von Shunyata. Es scheint Netzstromkram zu sein, und die drei Leitungen (braun, blau, grün – riecht nach Phase, Null, Erde), die durch drei geheimnisvolle Röhren führen… wenn das mal nicht irgend son Quantenscheißdreck ist…
    Vor sowas hab’ ich Angst.

    Zitat Ende

    Wenn jemand so etwas schreibt, da bin ich mir nicht sicher, ob so jemand Chefredakteur sein sollte; DAS MACHT MIR ANGST!!!!!!!!!
    Oder ob es schlechte Drogen waren, die einen solchen Kommentar erzeugen????

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  6. DerAlteDachs

    Wenn man sich so durch die Bilder-Berichte der CES und auch anderer US-Messen klickt wundert man sich wirklich oft, wer das (versichtig ausgedrückt) schauerliche Zeug für so viel Geld kaufen soll ! Ich frag mich echt ob es für so hässlichen Kram (grade bei den Lautsprechern) wirklich Käufer gibt ….

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