Poor man’s 46

Ich weiß. Manchmal muss man ihn einfach küssen, den Frosch. Und inständig hoffen, dass eine Prinzessin dabei herauskommt. Ob das in diesem Fall was wird – keine Ahnung. Mein Bauchgefühl jedenfalls ist von der etwas mulmigeren Sorte. Der Grund dafür sieht so aus (beim Klick aufs Bild gibt’s was mit mehr Auflösung):

Das ist deutsche Kinotechnik aus vergangenen Tagen – ich weiß noch nicht einmal, wie lange diese Tage schon vorbei sind. Google weiß nichts über diesen Kinoverstärker von Telefunken. Jedenfalls habe ich neulich mal leichtsinnig einen fast unverschämt weit unter dem Startgebot angesiedelten Preisvorschlag an den Verkäufer dieser Preziose gesendet – und der Mann nimmt auch noch an. Verdammt. Jetzt hab ich den Salat.

Das Ding ist (natürlich) mono, satte 32 Kilo schwer, mit reichlich Eisen ausgestattet und verstärkt im Leistungsteil mit vier EL12 Spezial. Ich bin weit davon entfernt mich zu trauen, das Gerät mit Netzspannung zu beaufschlagen und in Betrieb nehmen zu wollen, in den nächsten Tagen werde ich das gute Stück erst einmal intensiver in Augenschein nehmen. Klar gibt’s Bilder.

Wenn jemand irgendwas über einen „Teledyne 40“ von „Telefunken Kinotechnik“ weiß – ich bin dankbarer Abnehmer für jede Art sachdienlicher Informationen.

22 Gedanken zu „Poor man’s 46

  1. Frank

    Hi Martin,
    An (Beschallungs-)Verstärkern der 40er Jahre bis heute, sind 50ohm und(sehr häufig) 200Ohm Anschlüsse nicht, wie vermutet, für hochohmige Lautsprecher, sondern für die Verwendung mit ELA-Lautsprechern(ein weiterer Trafo lautsprecherseitig erforderlich) gedacht. Vorteil: ggf. Leistungsanpassung, geringe Leitungsverluste bei dutzenden von Metern LS-Verkabelung(oft nur mit besserem Klingeldraht realisiert…).

    Cheers,

    Frank

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  2. Martin

    … vor allem finde ich die Abschlussimpedanzen von 50 und 200 Ohm wie sie in der Zeichnung des weiter unten genannten Link auftauchen interessant. Gibt es so was überhaupt noch?

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    1. hb Beitragsautor

      Neue so hochohmige Treiber wird wohl schwierig, der Vintage-Gebrauchtmarkt gibt da schon Passendes her. Realistischer ist da wohl trotzdem die Reihenschaltung eines halben Dutzends Achtöhmer.

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  3. Roland

    Hallo Holger hab dir ein paar Photos geschickt hab noch einige.
    Aber ein Delitant hinter einem Billigphotoaparat da ist einiges an Datenmüll vorprogramiert.

    Grüße Roland

    Antworten
      1. Roland

        Hab mich verschrieben vieleicht ist ja jetzt was angekommen.
        Ich weiß auch nicht wieviel MB ich über web verschicken kann,
        deshalb erst mal nur ein paar wenige Photos.

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    1. Hannes

      So ich nochmal

      Das ist ja ein 70watt teil : )
      Hammer für nen sub
      Dazu noch zwei triodenblöcke für die sats im gleichen design.

      Grüsse hannes

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      1. Mathias

        Ja, das klingt nach einer leckeren Idee :-). Egal, ob es das Teil von Anfang an tut, oder er noch was am offenen Herzen operieren muss, kann man Holger nur gratulieren zu einem solch schönen Schnapper.

        Ich bin richtig wirklich ein wenig neidisch 😀 mal sehen, ob man dieses schöne Stück Technik irgendwann mal livehaftig erleben kann.

        Viele Grüße,
        Mathias

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  4. Roland

    Ich würde mich sehr freuen wenn du vieleicht einen kleinen Restaurationsbericht darüber machst.
    Ich mag die Optik und den robusten Aufbau solcher alten Verstärkertechnik.
    Hab selbst einen kleinen Schatz in form einer Ostzonalen Verstärkeranlage mit EL12 Verstärkereinschub Plattenspielereinschub und Radio.
    Falls du magst mach ich ein paar Photos.

    Grüße

    Roland

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