Belichtet

sol01Ja. Ich weiß. Irgendwie bin ich auch nur ein Gadget-Junkie. Unlängst hat der Haben-wollen-Reflex mal wieder zugeschlagen: Da gibt’s nämlich beim Surplus-Experten Pollin diese total spannenden Solarmodule in Folienform. 92 Watt Nennleistung, aber mit eher ungewöhnlicher Ausgangsspannung: 319 Volt bei Nennlast, bis 430 Volt im Leerlauf. Musste ich haben. Ich hab da nämlich so eine Art Vordach an meiner Dachterasse, wo sowas hervorragend drauf passt. Ein kurzer Check beweist: Jau, funktioniert prima. Jetzt braucht’s nur noch eine gute Idee, was man damit anfangen soll: Ich hab zwei davon, die werden wohl parallel laufen.
Und nu? Röhrenverstärker für Sonnenscheinbetrieb? Eher nicht. realistischer ist wohl die Möglichkeit, damit den einen oder anderen weiter entfernten Akku zu laden; die eine oder andere passende Phonovorstufe für solche Zwecke wäre durchaus vorhanden. Die hohe Spannung hat den Vorteil, dass sich die Energie relativ effizient eine Etage tiefer transportieren ließe und erst dann auf brauchbare Spannungen heruntergewandelt werden müsste. Das allerdings erfordert einen „buck converter“ mit einer maximalen Eingangsspannung von mindestens 430 Volt und sowas gibt’s nicht an jeder Ecke. Selber bauen – klar. Eventuell. Für konstruktive Vorschläge bin ich überaus dankbar.

5 Gedanken zu „Belichtet

    1. hb Beitragsautor

      Danke, komme ich gerne drauf zurück, wenn das kommende Experiment nicht klappt. Ich hab nämlich einfach mal ein Meanwell-Schaltnetzteil 24V/150W geordert, das ist am Eingang bis 370VDC spezifiziert. Die überschüssige Spannung – in der Hoffnung, dass da ehr nicht viel Leistung hintersteckt – gedenke ich mit zehn in Reihe geschalteten 36V/5W-Zenerdioden auf 360V zu „klemmen“. Mit den 24V aus dem Schalter kann ich was anfangen.
      Ich werde berichten.

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  1. Stephan Götze

    Hallo Holger!
    Habe auch schon mit Solarmodulen experimentiert. Für empfindliche Anwendungen völlig ungeeignet, da so ein Modul von den Abmessungen her ausgezeichnet als Antenne funktioniert. Durch die nicht linearen Halbleiterübergänge werden noch dazu sehr viele Intermodulationsprodukte erzeugt. Etwaige Konverter fügen noch ein zusätzliches Störspektrum dazu! Zum Akku-Laden, z.B. für Notlicht oder für Lüfter geht es natürlich…
    Grüße
    Stephan

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    1. hb Beitragsautor

      Hi Stephan,
      das ist nicht frei von Sinn, was du da sagst. Vermutlich wird’s tatsächlich auf eine Anwendung als Akkulader hinauslaufen.

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      1. Johannes Kriett

        moin holger,
        ich bins johannes aus hamburg.
        so ein solar dings beschäftigt mich auch schon länger. ich habe da so eine idee. Ich hoffe da wird es ein gespräch auf dem fest mit dir geben zum thema. ich habe auch noch diverse fragen…. usw.

        lieben gruß, bis später (o;

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